Zahnerhaltung
Unser Leistungsspektrum hier:
Zahnfarbene Füllungen
In unserer Praxis wird kein Amalgam verwendet, da dieser Füllungsstoff zu ca. 50% aus Quecksilber (Hg) besteht. Quecksilber ist bekanntermaßen ein Schwermetall und gesundheitsschädlich. Fairerweise muss man aber zugeben, dass Amalgam aus werkstoffkundlicher Sicht einen optimalen Füllstoff darstellt. Alternativ zum Amalgam verarbeiten wir zahnfarbene Kunststoffe, die eine optimale Ästhetik ermöglichen. Diese werden am Zahnschmelz (SÄT = Schmelzätztechnik) bzw. am Schmelz und im Dentin (SDA = Schmelz-Dentin-Adhäsiv-Mehrschichttechnik) haftend verankert.
SDA-Technik
Bei dieser Technik werden die Dentinkanälchen zusätzlich zum Schmelz als Haftungsgrund genutzt. Mit einer speziellen Flüssigkeit (Primer) werden die Kanälchen eröffnet.
Im zweiten Schritt wird dann ein Spezialkunststoff (Bonding) in das präparierte Loch eingebracht. Dieser zieht sich über Kapillarkräfte in die eröffneten Dentinkanälchen hinein. Mittels UV-Lampe wird der Verbindungskunststoff ausgehärtet. Die so entstandenen Kunstoffzapfen in den Dentinkanälchen nennt man "Tags".
Mit dieser Technik wird ein optimaler Verbund zwischen Schmelz/Dentin und dem eigentlichen Füllungskunststoff erzielt. Die verwendeten Kunststoffe bestehen aus einer Harzmatrix (Netzwerk) und dazwischen eingebetteten Füllstoffen. Diese Füllungsstoffe bestehen bis zu 86% aus kleinsten, keramischen Partikeln (Nanogefüllte Kunststoffe). Keramik ist sehr druck- und abriebstabil und deshalb hierfür bestens geeignet.
Kunstoffe härten unter UV-Licht oder chemisch aus. Bei beiden Härtungen (Polymerisation) schrumpfen die Kunststoffe (Polymerisationsschrumpfung).
Je größer die verwendete Kunststoffmenge, je größer ist auch die entstehende Schrumfung. Es treten bei großen Portionen Spannungen im Kunststoffgefüge auf.
Verwendet man aber nur kleine Portionen, härtet sie aus, legt danach wieder Kunstsoff nach und härtet ihn dann wieder aus, ist die entstehende Schrumpfung verschwindend gering. Diesen Arbeitsschritt führt man so oft aus, bis das vorhandene Loch im Zahn komplett mit Kunststoff aufgefüllt ist und die Kaufläche der Zahnmorphologie (Zahnform) entsprechend nachmodelliert wurde.
Spannungen sind bei dieser zeitintensiven Füllungstechnik kaum zu finden, was die Füllung auch unter Kaubelastung deutlich widerstandfähiger macht.
Am Füllungsrand kann über eine Anschrägung im Schmelz ein optimaler Farbübergang erzielt werden. Schmelz und Kunststoff laufen ineinander über (Fading). Aufgrund dieser Präparationstechnik ist der Füllungsrand fast nicht mehr zu erkennen. Man spricht hier von einem Chamälioneffekt, der sich besonders im Frontzahbereich ästhetisch sehr positiv auswirkt.
Inlays (Einlagefüllungen Keramik/Edelmetall)
Die Inlays werden vom Zahnarzt präpariert und mit Silikon abgeformt. Im zahntechnischen Labor werden die Inlays vom Zahntechnikermeister auf Gipsmodellen modelliert und in den entsprechenden Werkstoff (Keramik/ Edelmetall) umgesetzt. Nach Ausarbeitung, Anpassung auf dem Modell und abschließender Hochglanzpolitur im Labor werden die Einlagefüllungen dann in der Praxis anprobiert und bei exaktem Sitz mit Spezialkleber eingesetzt.
Veneers (Keramische Verblendschalen)
Vollkeramische Kronen
Verblendkeramische Kronen
Verblendkeramische Kronen haben einen Metallkern. Dieser Metallkern kann aus edelmetallhaltigen oder edelmetalfreien Legierungen bestehen. Die Keramik wird auf diesen Kern aufgebrannt. Am Kronenrand stoßen Metall und Keramik aufeinander. Oftmals schimmert dieser Rand bläulich-schwärzlich durch das Zahnfleisch hindurch, oder liegt nach Zahnfleischrückgang sichtbar frei. Optisch eine nicht optimale Lösung.
Verblendkeramische Krone mit keramischer Stufe/ Schulter
Diese oben beschriebene ästhetische Unzulänglichkeit lässt sich durch die Anfertigung einer verblendkeramischen Krone mit keramischer Stufe beseitigen. Hierbei wird der zur Lippe liegende, sichtbare Kronenrand wie bei einer Vollkeramikkrone präpariert. Der Kronenrand des Metallkäppchens verschwindet hier in Richtung präparierter Zahnstumpf. Es wird Platz geschaffen für eine frei tragende, jedoch metallunterstützte Keramikstufe. Ein Durchscheinen des Metalls zur Wange / Lippe hin kann man so elegant umgehen.







